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FOPElab 2023 eröffnet mit Fotos von Pietro Bucciarelli

09.05.2023

FOPElab ist eine Serie, die 2021 zum ersten Mal angeboten wurde, ein ungewöhnliches Format, das die zeitgenössische visuelle Kultur erkundet. Eine Konversation zwischen der Marke und jungen Fotografen und visuellen Künstlern, die eingeladen sind, den Schmuck von FOPE mit ihrem individuellen Blick zu interpretieren. Im ersten Kapitel 2023 werden die Schmuckstücke in einer Atmosphäre dokumentiert, die zwischen realer und virtueller Welt zu schweben scheint: Die technologische Recherche, die seit jeher zur Geschichte von FOPE gehört noch experimentellere, modernere Ausdrucksformen an. Pietro Bucciarelli dokumentiert den Schmuck von FOPE mit einer Ausdruckssprache, die sich durch klare Kontraste und ätherische Kompositionen auszeichnet, um die Glieder Flex’it mit ungewöhnlichen Verfahren zu erkunden. Komfort und Biegsamkeit, Heritage und Innovation , analog und digital: Der fotografische Entwurf untersucht gegensätzliche Aspekte, um ihre Abgrenzungen und Überschneidungen zu ermitteln.

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Ich denke, dass diese sehr innovative Konzeption des Schmucks aus einer mutigen Entscheidung hervorgeht, die alle Stereotypen überwindet, um ein ganz ungewöhnliches Erlebnis zu konstruieren.

PB — Es war eine einzigartige Erfahrung, mit dem Schmuck von FOPE in Berührung zu kommen, denn so konnte ich die Technologie wahrnehmen, die der Marke zugrunde liegt. Dies ist ein extrem wichtiger Faktor sowohl vom Standpunkt der Wiedererkennbarkeit als auch vom Standpunkt der Qualität – zwei Aspekte, deren Aufbau viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Schmuckstücke, mit denen ich bisher Erfahrung hatte, sind nach „alter Schule“ kostbar, weil sie schwer sind, und in der Regel unbequem, oder man trägt sie gedankenlos, wenn sie weniger wertvoll sind, vielleicht auf einem Flohmarkt gekauft. Bei FOPE dagegen hält man ein extrem komfortables, elastisches und wiedererkennbares Objekt in der Hand.

PB — Ich schaffe es nicht, mit dem Smartphone zu fotografieren, ich halte es für das falsche Mittel für meine Art der Ausübung, denn ich brauche immer die volle Kontrolle über das, was die Aufnahme ausmacht – die Belichtung, die Bildtiefe, die Bewegung. Wenn ich mit Filmen in breiterem Format arbeite, hat das Hauptmotiv in der Regel eine bedeutende Größe und mit ihm entsteht ein direkter, körperlicher Dialog. Die erweiterte Zeit, die Tatsache, dass man die Aufnahme gründlich analysieren muss, bevor man sie macht, zwingen dazu, eine Beziehung zwischen der abgebildeten Person und dem Kontext aufzubauen: Der Mensch und die Landschaft verschmelzen. Die Fotografie stellt alle und alles auf die gleiche Ebene.

Es ist wichtig, die volle Kontrolle sowohl über die Szene als auch über das Mittel zu haben, das ich benutze, und deshalb ziehe ich die Aufnahme auf Film vor. Das ist keine ästhetische Frage: Es hat mehr mit einem Wunsch nach Langsamkeit zu tun. Die Zeiten werden intimer und weiten sich aus. Außerdem sind die analogen Aufnahmen begrenzt, kostspielig und ihr Gelingen hängt in höchstem Maße von der Kontrolle des Menschen über den Prozess und über die Technologie ab, und das macht sie kostbar. Gegenüber den Apparaten der jüngsten Generation ziehe ich schlichte Fotoapparate ohne überflüssige Funktionen vor. Die Grundlage der Fotografie ist das Licht, das durch ein Loch in einer genau durchdachten Zeitspanne eingefangen wird – das ist viel einfacher, als man denkt. Alles liegt in der Konstruktion und im Entwurf.

Die Fotografie stellt alle und alles auf die gleiche Ebene.

PB — Wir haben versucht, ein Ambiente zu kreieren, das keine räumliche Dimension darstellen, sondern im Gegenteil ätherisch und schwebend erscheinen sollte. Dafür haben wir die stärker bearbeiteten Aufnahmen, die mit transparenten Platten geschaffen wurden und bei denen die generelle Bildkomposition im Mittelpunkt stand, mit Fotos vor flachem Hintergrund kombiniert, die mit härteren Schatten auf den Schmuckstücken konstruiert wurden. Dadurch konnten wir die Formen deutlicher herausarbeiten. Für mich ist der Maßstab der Motive beim Fotografieren wesentlich, ich habe daher mit einem Makro-Objektiv gearbeitet und versucht, das Bild bei der Aufnahme kompakt zu erfassen. Das Endergebnis ist stark, auffällig und elegant.

PB — Ich bin kein Freund des Technologischen und des Künstlichen: Ich glaube daran, Objekte berühren und einen Gedanken glauben zu können. Gleichzeitig ist es allerdings schön, sich vorstellen zu können, dass der menschliche Intellekt in einigen Phasen der Kreation völlig abwesend sein könnte. So habe ich in letzter Zeit versucht zu experimentieren und mit künstlich erzeugten Worten und Bildern gespielt. Ich glaube, dass die KI viel mit dem Wunsch des Menschen und seiner Selbstwahrnehmung zu tun hat. Eine Technologie, die den menschlichen Gedanken auslässt und sich an seine Stelle setzt, kann aber auch gefährlich werden: Ich glaube, das ist das einzige wahre Risiko.

Pietro Bucciarelli ist ein 1998 geborener italienischer Fotograf. In seiner visuellen Recherche sucht er ästhetisch signifikante Antworten, die verschiedene Bedeutungen in sich bergen. Er führt Objekte und Landschaften ein und verschiebt dabei leicht die Perspektive, um eine emotive Reaktion beim Betrachter auszulösen. Pietro Bucciarelli dokumentiert die Umgebung und erzählt Geschichten, die symbolische Elemente in Beziehung zur Realität setzen und das Bild mit weiteren Bedeutungsschichten füllen. Derzeit lebt und arbeitet er in Mittelitalien in Serra San Quirico. Einige Arbeiten von ihm wurden in bedeutenden Magazinen wie i-D, Perimetro, Yogurt Magazine, T-Mag, C41, FotoRoom, Decalogue Magazine, Splash & Grab, L’essenziale Studio Journal oder Incf veröffentlicht.

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